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Prädiabetes - 5 Gründe für frühes Handeln

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Blutzuckeranstieg

Wie Prädiabetes entsteht - einfach erklärt

Ihr Körper nutzt das Hormon Insulin, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Beim Prädiabetes reagieren die Zellen zunehmend unempfindlich auf Insulin - eine sogenannte Insulinresistenz entsteht. Das heißt: Das blutzuckersenkende Hormon Insulin wird zwar in ausreichender Menge in der Bauchspeicheldrüse produziert, es hat aber eine verminderte Wirkung.

Das führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen stärker ansteigt. Die Bauchspeicheldrüse produziert mehr Insulin, um gegenzusteuern - bis sie irgendwann überfordert ist.

 

👉 Das verborgene Risiko: Es gibt keine Schmerzen, keine klaren Symptome. Manche Betroffene fühlen sich nur „etwas müder“ oder „weniger belastbar“ - und ahnen nicht, dass sich ihr Blutzucker bereits in einem grenzwertigen Bereich befindet.

 

Prädiabetes Werte

HbA1c Nüchtern-blutzucker oGTT 2-Stunden-Glukose

5,7 bis 6,5%

(39 bis 47 mmol/mol)

100 bis 125 mg/dl

(5,6 bis 6,9 mmol/l)

140 bis 199 mg/dl

(7,8 bis 11 mmol/l)

 

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🩸 5 Gründe, warum Sie Ihre Blutzuckerwerte kennen sollten

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1.

Weil Prädiabetes still verläuft - aber Folgen hat

Laut der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat in Deutschland rund jeder fünfte Erwachsene einen Prädiabetes. Zu den Risikogruppen gehören Menschen mit Übergewicht, kardiovaskulären Erkrankungen, viel Bauchfett und Leberverfettung sowie Frauen, die in den Wechseljahren deutlich an Gewicht zugenommen haben (DGE, 2024). Ohne Gegenmaßnahmen steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes und seine Folgeerkrankungen deutlich.

Früh erkennen heißt: handeln, bevor der Körper Schaden nimmt.
Schon kleine Veränderungen bei Ernährung und Bewegung können die Insulinempfindlichkeit verbessern - und den Trend umkehren. Es lohnt sich also, auch mit kleinen Schritten in ein gesünderes Leben zu starten.

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2.

Weil Müdigkeit nach dem Essen ein Warnsignal sein kann

Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten kommt es bei vielen Menschen zu Blutzuckerspitzen - gefolgt von einem raschen Abfall. Das kann zu Müdigkeit und Heißhunger führen.

Diese Reaktion ist nicht spezifisch für Prädiabetes, kann aber bei einer gestörten Insulinfunktion häufiger auftreten. Zudem fördern starke Blutzuckerspitzen die Insulinresistenz (Thomas DD, 2019) und damit das Diabetes-Risiko. Heißhunger auf süße und fettige Snacks kann außerdem eine Gewichtszunahme begünstigen.

👉 Darum gilt: Meiden Sie Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an einfachen Kohlenhydraten, wie sie in Zucker, Weißmehl und hoch verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Ist der Ballaststoff-Anteil im Essen höher, gelangt der Zucker langsamer ins Blut. Blutzuckerspitzen werden dadurch abgemildert.

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3.

Weil Ihr Bauchumfang mehr verrät als die Waage

Ein zunehmender Bauchumfang ist ein wichtiger Risikofaktor für Prädiabetes und Diabetes, da Fettansammlungen im Bauchraum im engen Zusammenhang mit einer Insulinresistenz stehen.
Viszerales Fett (also Fettgewebe im Bauchraum) produziert entzündungsfördernde Botenstoffe und steht in Verdacht, zahlreiche Erkrankungen zu fördern. Schon ab einem Bauchumfang von mehr als 80 cm bei Frauen und mehr als 94 cm bei Männern gilt laut der Welt Gesundheitsorganisation WHO (2011) ein erhöhtes Risiko; ab 88 cm bei Frauen bzw. 102 cm bei Männern ist es sogar deutlich erhöht.

👉 Regelmäßige Bewegung und ballaststoffreiche Ernährung helfen, den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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4.

Weil die Familienchronik viel über das Risiko verrät

Wenn Familienangehörige, wie Eltern, Großeltern oder Geschwister, an Diabetes erkrankt sind, kann auch Ihr Risiko erhöht sein. Allerdings heißt das nicht, dass Sie Ihrem gesundheitlichen Schicksal durch die familiäre Veranlagung machtlos ausgeliefert sind.

👉 Ganz im Gegenteil: Wenn Sie Ihr Risiko kennen, ist es umso wichtiger, dass Sie gegensteuern. Durch Ihre Lebensweise können Sie entscheidend dazu beitragen, dass sich die Veranlagung nicht durchsetzt.
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5.

Weil Sie die Entwicklung aktiv beeinflussen können

Prädiabetes ist kein Schicksal - sondern ein Wendepunkt.

Schon 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche - also etwa 20 Minuten pro Tag - sowie eine Gewichtsreduktion um 7 % und eine bewusste Ernährung können das Risiko für Diabetes um bis zu 58 % senken (Schellenberg et al. 2013).

👉 Es lohnt sich, Ihre Werte zu kennen und Ihren Lebensstil bewusst zu steuern.

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Was Sie jetzt tun können

🩸 Lassen Sie Ihre Blutzuckerwerte prüfen
Ihr Arzt kann durch geeignete Untersuchungen, wie den oralen Glukosetoleranztest (OGTT), frühzeitig einen gestörten Zuckerstoffwechsel erkennen.

🚲 Bewegen Sie sich regelmäßig
Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren - alles zählt.

🍽️ Achten Sie auf Ihre Ernährung
Wenig Zucker sowie wenig tierische Fette, viel frisches Gemüse, Fisch und pflanzliche Öle - eine Ernährung nach mediterranem Vorbild hilft bei der Gewichts- und Blutzuckerregulation.

🥦 Sorgen Sie für ausreichend Ballaststoffe
Der Ballaststoff-Gehalt der Nahrung ist ein Schlüssel für niedrigere Blutzuckeranstiege nach dem Essen (von Wolf, 2024). Vollkorn, Nüsse und Hülsenfrüchte sind gute Lieferanten. Ergänzend können Ballaststoff-Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen zur Aufrechterhaltung stabiler Blutzuckerwerte beitragen.

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